Richtfest in der Bahnhofstraße 39


Nach rund einem halben Jahr Bauzeit ist an der Bahnhofstraße 39 mit den beteiligten Handwerkern (Bild) Richtfest gefeiert worden. Als letztes von fünf Gebäuden vollendet die Wohnbau damit ihr Projekt der Tuttlinger Höfe, in denen bis ins Jahr 2015 rund 80 Wohnungen realisiert worden waren. Tobias Andris von Andris Hoch- und Tiefbau sprach den Richtspruch, Oberbürgermeister Michael Beck und Wohnbau-Geschäftsführer Horst Riess brachten ihre Freude über die Fertigstellung eines modernen, markanten Gebäudes zum Ausdruck. In das Erdgeschoss der Immobilie wird die in Tuttlingen und Neuhausen ansässige Metzgerei Bühler einziehen. Der erste Stock wird von der HNO-Praxis Dr. Lützow bezogen. In den vier oberen Stockwerken befinden sich 16 Wohneinheiten, deren Vermarktung laut Riess vor kurzem begonnen habe.

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Artikel und Foto vom 09.01.2018 von S. Krauss



Wohnbau: Neun Millionen aus Vermietungsgeschäft
Die Tuttlinger Wohnbau hat die Grenze von neun Millionen Euro aus dem Vermietungsgeschäft überschritten. Bei den rund 1700 Mietwohnungen der Wohnbau liege der durchschnittliche Mietzins bei sechs Euro kalt je Quadratmeter. Das teilte Geschäftsführer Horst Riess in der Sitzung des Gemeinderats am Montag mit.

Die eingenommenen Gelder würden wieder in den Wohnungsbau und in Investitionen zurückfließen. In der politischen Diskussion über günstigen Wohnraum sei die Wohnbau fast die einzige Anbieterin im Stadtgebiet. Es werde laut Riess zunehmend schwieriger, die volle Miete zu erhalten. Immer mehr Personen hätten Schwierigkeiten, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

„Wir brauchen noch mehr Wohnungen, die mit dem Thema sozial nichts zu tun haben“, betonte Riess aber auch. Für die vielen täglichen Einpendler, die sich auch in Tuttlingen niederlassen könnten, müsse ein Angebot geschaffen werden. „Der Eigentumsbedarf ist noch größer als der soziale Wohnungsbau“, sagte der Geschäftsführer. Daher wolle die Wohnbau auch in Thiergarten, auf der Konversionsfläche, die möglicherweise auf der Fläche von Verkehrswegebau Storz frei wird, sowie bei Baulücken aktiv sein.

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Artikel vom 20.12.2017 von Christian Gerards


Wohnbau spendet 3000 Euro für Peru


Die Tuttlinger Wohnbau hat 3000 Euro an den Arbeitskreis Dritte Welt gespendet. Das Geld kommt dem Huamarca-Projekt in Nordperu zugute, mit dem in 15 Dörfern rund 650 Familien unterstützt werden.

Ihnen soll es ermöglicht werden, Fairtrade-Kaffee für den Weltmarkt zu produzieren. Schon seit Jahren verteilt die Wohnbau laut ihres Geschäftsführers Horst Riess keine Geschenke mehr an ihre Kunden, sondern lässt das Geld dafür lieber sozialen Projekten zukommen.


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Artikel und Foto vom 20.12.2017 von Christian Gerards


Aus Altmaterial entstehen eindrucksvolle Kunstwerke
Walter Zepf stellt in der Tuttlinger Wohnbau aus


Geometrisches und Organisches, Ordnung und Chaos, Ruhe und Unruhe, Statik und scheinbare Bewegung, all das finden die Besucher der Ausstellung des Dürbheimer Künstlers Walter Zepf, wenn sie durch die verschiedenen Stockwerke der Tuttlinger Wohnbau wandeln. Hier stellt der Künstler unter dem Titel „Zwischen Schweißrändern & Bierdosen“ seine faszinierenden Werke aus, die von interessierten Besuchern zu den üblichen Geschäftszeiten der Wohnbau besichtigt werden können.

Im Beisein zahlreicher kunstinteressierter Gäste und Künstlerkollegen wie Roland Martin oder Willi Bucher aus Fridingen, fand am Freitagabend die Vernissage statt, die von Wohnbaugeschäftsführer Horst Riess eröffnet wurde – „nicht hoch wissenschaftlich, sondern nach eigenem Empfinden“, erklärte er den Gästen. „Schon die verwendeten Materialien sind Besonderheiten für mich“, stellte Rieß fest. „Denn wer gepresste Pfannenreiber verwendet und das Kunstwerk ,Die Körbchen der Cleopatra’ nennt, erzeugt Neugierde und Nachdenklichkeit zugleich“, bemerkte er schmunzelnd.

Walter Zepf, der für seine verwickelten, zurechtgebogenen, gehämmerten und geschweißten Kunstwerke überregional bekannt ist, sieht sich selbst als „Objektmacher“. Mit diesen Objekten löst er beim Betrachter eine Fülle an Gefühlen aus, spricht dessen Sinne an – und entlockt dem ein oder anderen auch ein Lachen.

Walter Zepf, dem gelernten Chirurgiemechaniker-Meister, der in seinem eigenen Betrieb Mikrochirurgische Ohrinstrumente herstellt, „steht bei seiner Kunst manchmal“, wie er selbst erklärte, „die Präzision, die bei der Herstellung der Mikroinstrumente benötigt wird, im Weg.“ Wobei er für seine Kunst oftmals Abfälle aus seiner regulären Arbeit verwendet und daraus beeindruckende Kunstwerke, wie der unverkäufliche große Horizontalsonnensilberwirbel, kreiert. Aber auch aus Altmaterialsammlungen oder alten Orgelpfeifen aus der Dürbheimer Kirche lässt er neue ausdrucksstarke Kunstwerke entstehen.

„Die Ideen dazu kommen, wenn ich nachts nicht schlafen kann“, erklärte Walter Zepf lachend. Es sind nicht nur „Sonnensilberwirbel“, oder das „Sonnensilberwirbelpaar“ aus gebogenem Edelstahllochblech, die den Be-trachter in ihren Bann ziehen, sondern auch die phantastischen Schweißzeichnungen auf alten Orgelpfeifenblechen zum Beispiel, die wie Horst Riess erklärte, „das Gefühl vermitteln, man befindet sich auf einer Reise durch das Universum.“

Der Betrachter soll und muss an den Werken vorüber gehen, um dabei festzustellen, dass sich, je nach Blickwinkel, die Strukturen verändern. Wobei beim Betrachten auch Widersprüchliches zu verzeichnen ist: Benennt der Künstler eines seiner mit gepressten Pfannenreibern entstandenen Werke „Nicht alles ist positiv“, ein anderes Mal versieht er es mit dem Titel „Nicht alles ist negativ“. Nun liegt es am Betrachter selbst vielleicht etwas für sein eigenes Leben mitzunehmen, denn, „Nicht alles ist positiv – nicht alles ist negativ.“ Die Ausstellung soll aber auch Spaß machen, darauf legt Walter Zepf, der humorvoll Rede und Antwort stand, sehr viel Wert. Und so ist zum Beispiel sein Tuttlinger Block aus blauen und gelben Plastiktopfreibern, die im Tuttlinger Raster aufgebaut und von einem geschweißten Gitter gehalten werden, eine humorvolle Hommage an die Kreisstadt.

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Artikel und Foto vom 27.11.2017 von Claudia Steckeler



Leute
Horst Riess ist am Dienstag seit 25 Jahren Geschäftsführer der Tuttlinger Wohnbau. Zum 1. November 1992 beerbte der Diplom-Verwaltungswirt Wolfgang Bosnak in diesem Posten. Bis zum Jahr 2002 führte Horst Riess die Geschäfte der Wohnbau gemeinsam mit Detlef Hicke, seither ist er allein verantwortlich. Zuvor war Horst Riess bei der Gemeinde Immendingen beschäftigt sowie Leiter des Sport- und Kulturamts der Stadt Tuttlingen.
Beim Amtsantritt von Horst Riess hatte die Wohnbau noch ihren Firmensitz in der Lessingstraße 27/29 in der Nordstadt. Ihm war aber früh klar, dass die Tuttlinger Wohnbau einen repräsentativeren Platz in der Stadt haben und umziehen müsse. Die Übernahme der Geschäftsführung ging für Horst Riess einher mit der Abschaffung der Gemeinnützigkeit der Tuttlinger Wohnbau. Damit wurde sie steuerpflichtig, dafür durfte sie aber auch Gewinne einfahren und Immobilien "in allen Rechts- und Nutzungsformen erstellen", wie es in der Festschrift zum 75-jährigen Bestehen der Wohnbau im vergangenen Jahr heißt.
Unter der Ägide von Horst Riess realisierte die Tuttlinger Wohnbau im November 2004 etwa das Scala-Kino mitsamt Irish-Pub. In Wöhrden war kurz zuvor auch die Tuttlinger Wohnbau in ein eigenes Gebäude, neben dem Scala, eingezogen.
Ebenso räumte die Wohnbau etwa in der Honbergstraße und am Place de Draguignan auf. Einige der Prestigeobjekte der vergangenen Jahre sind die Tuttlinger Höfe, dessen letztes Gebäude derzeit entsteht, das Legere-Hotel und Charlys House. Aktuell macht sich die Wohnbau auf, das Union-Areal auf Vordermann zu bringen.
"Für mich persönlich ist es wichtig, dass das Zuhause ein guter Rückzugsort ist. Geborgenheit sollte in jedem Zuhause spürbar sein, auch wenn man häufiger den Ort wechselt", sagt Horst Riess, der im vergangenen Jahr seinen 60. Geburtstag feierte, in der Festschrift.
Dass sein Leben aber nicht nur die Wohnbau ist, zeigte Horst Riess noch am Samstagabend: Der Ringsport-Liebhaber übernahm kurzerhand den Posten des Hallensprechers beim DRL-Kampf des ASV Nendingen gegen den KAV Eisleben. Auch als Vorsitzender des Fördervereins "Viva la musica" der Städtischen Musikschule ist er aktiv. Und wie heißt es so schön von ihm im aktuellen Wohnbau-Werbefilm im Scala-Kino: "Ich liebe diese Stadt." Dem ist nichts hinzuzufügen.

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Artikel vom 30.10.2017 v. Christian Gerards




Studenten-Villa wird bis Oktober bezogen
Tuttlinger Wohnbau hat Birk-Gebäude umgebaut – Bilanzgespräch zu aktuellen Projekten


17 Studentenzimmer, als Wohngemeinschaften konzipiert, sind in der Birk-Villa entstanden. Bis Oktober werden sie alle bezogen sein.

Die nackten Zahlen der Bilanz 2016 der Tuttlinger Wohnbau hat Geschäftsführer Horst Riess bereits im Gemeinderat vorgestellt (wir berichteten). Im Pressegespräch am Dienstag ging es um aktuelle Projekte und die Unterkunft für Flüchtlinge in der Moltkestraße.

Union-Areal: „Auf dieses Projekt konzentrieren wir uns momentan“, erklärt Riess. Demnächst werde der Kaufvertrag mit der Stadt unterzeichnet. Die Wohnbau will zwischen Katharinen- und Schützenstraße 48 Wohneinheiten bauen, von der Vier-Zimmer-Wohnung bis zum Einzelappartement. In der zweigeschossigen Tiefgarage sollen rund 130 Stellplätze entstehen. Ebenso geplant sind Gastronomie, Einzelhandel und Bürofläche. „Das Union-Areal ist als Verkaufsobjekt ausgelegt“, so der Wohnbau-Geschäftsführer. Interessenten für die Einzelhandelsflächen gebe es bereits. „Wir hoffen auch, dass es weiter geht im Quartier“, sagte Riess und bezog sich auf die andere Hälfte das Union-Areals, die derzeit noch bebaut ist. Riess: „Das wird uns über Jahre in Beschlag nehmen.“

Zum denkmalgeschützten Enslin-Haus, das einsam auf dem Grundstück steht, gebe es keine neuen Erkenntnisse. „Die Situation ist ergebnisoffen“, so Riess. Intensive Gespräche mit dem Denkmalamt stünden an.

Burgtheater: Das ehemalige Burgtheater in direkter Nachbarschaft zum Union-Areal gehört der Wohnbau. „Hier sind wir noch ganz am Anfang der Überlegungen“, erklärt Riess. Es gebe markante Punkte in einer Stadt, auf die es gelte, besonders aufzupassen. Deshalb habe die Wohnbau das denkmalgeschützte Haus gekauft. Das Objekt sei wirtschaftlich zu betreiben. Zehn Wohnungen gibt es, im Erdgeschoss, in dem eine Spielothek untergebracht ist, kündige sich wegen Änderungen im Landesglücksspielgesetz ein Wechsel an. Das könne aber noch Jahre dauern.

Bezahlbarer Wohnraum: Laut Rita Hilzinger, Prokuristin der Wohnbau, liegen 85 Prozent der Kaltmieten, die die Wohnbau in ihren 1662 Wohnungen verlangt, unter sechs Euro pro Quadratmeter. „Das ist im Neubau nicht mehr möglich“, so Riess. Wer eine Wohnung in den Tuttlinger Höfen vermiete, bekomme neun Euro den Quadratmeter. Bei den Neubauten verschärften gesetzliche Vorschriften und gestiegene Handwerkerlöhne die Kosten.

Birk-Villa: In der ehemaligen Birk-Villa, die denkmalgeschützt ist, hat die Wohnbau 17 Stundentenzimmer in drei Wohngemeinschaften geschaffen. Alle sind vermietet und werden zum Wintersemester bezogen. Für die Villa bei den Tuttlinger Höfen habe es Kaufinteressenten gegeben. Riess: „Doch wir wollten es behalten, es ist so ein schönes Haus.“

Ehemaliges Café Ribler: Das Haus in der Stadtkirchstraße, in dem bis Oktober vergangenen Jahres 60 Jahre lang die Konditorei Ribler untergebracht war, gehört der Wohnbau. Dort sollen Studentenzimmer eingerichtet und im Erdgeschoss die Nutzung als Café wieder aufgenommen werden. Momentan geht Riess davon aus, dass das Gebäude saniert wird, dann könnte die Blumenhändlerin zur Miete bleiben. Eine Option wären auch Abriss und Neubau. Ein solches Vorhaben müsse aber sensibel umgesetzt werden.

Bahnhofstraße 39: Als fünftes Objekt der Tuttlinger Höfe baut die Wohnbau ein Wohn- und Geschäftshaus mit 16 Wohnungen und zwei Gewerbeeinheiten für 5,5 Millionen Euro. Eine HNO-Praxis zieht ein, laut Riess steht der Vertrag mit einem Einzelhändler kurz vor Unterzeichnung.

Moltkestraße: Am Standard der Gemeinschaftsunterkunft in der Moltkestraße, in der 54 alleinstehende junge Männer leben, gab es Kritik von Vertretern der Ini Asyl (wir berichteten). „Wir legen Wert darauf: Das Gebäude war in technisch einwandfreiem Zustand, als wir es übergeben haben“, entgegnet Riess darauf. Das gelte für die Lüftungsanlage ebenso wie für den Brandschutz. Vermieter ist die Wohnbau, die laut Riess einen Zehn-Jahres-Vertrag mit dem Landkreis hat. Die Stadt Tuttlingen wird als Untermieter des Kreises die Unterkunft zum 1. September übernehmen, um hier Plätze für Anschlussunterkünfte für Flüchtlinge anzubieten.

1,3 Millionen Euro habe die Wohnbau in die Fertigstellung dieses Gebäudeteils gesteckt. Riess: „Das Geld ist ausgegeben“, er ärgere sich, wie damit umgegangen werde. Die Ini Asyl täte laut des Wohnbau-Geschäftsführers gut daran, den Bewohnern Hygienestandards beizubringen, „da gibt es sicherlich Handlungsbedarf“, sagte er. Aufgabe des Vermieters sei es, Dinge in Ordnung zu bringen, wenn etwas kaputt gehe. „Nur: Verdrecken kommt einer Beschädigung gleich, die selbst verschuldet ist.“ Vorbehalte hat es von der Ini Asyl wegen der Abflüsse in den Nasszellen gegeben. Dazu sagt der Wohnbau-Chef, dass die Abflüsse funktionieren würden, „wenn man die Sachen sauber hält und nicht alles runter spült“. Dies in Ordnung zu bringen, sei Sache der Mieter beziehungsweise Bewohner. Riess: „Wir säubern anderen Mietern den Siphon auch nicht.“

Artikel vom 18.07.2017
Ingeborg Wagner
Quelle: www.schwaebische.de

Tuttlinger Höfe: Grundstein für Haus 5 gelegt


Der letzte Mosaikstein entlang der Tuttlinger Bahnhofstraße wird nun eingesetzt: Am Mittwochnachmittag war die Grundsteinlegung für Haus 5 der Tuttlinger Höfe an der Ecke Bahnhof-/Karlstraße. Bauherr ist die Tuttlinger Wohnbau. Hier entstehen 16 barrierefreie Wohnungen und zwei Gewerbeeinheiten. Wohnbau-Chef Horst Riess sprach davon, dass ein Mietvertrag mit einer Arztpraxis bereits unterzeichnet sei. „Wir sind froh, dass wir an diesem Punkt angekommen sind“, sagte er. Den Bezug der Bahnhofstraße 39 kündigte er auf Ende 2018 an. Tuttlingens Oberbürgermeister Michael Beck ist auf die zeitliche Verzögerung des Projektes eingegangen: Ursprünglich sei geplant gewesen, dass das Tuttlinger Amtsgericht mit Büros und Verhandlungssälen hier einziehe. Nach jahrelangen Verhandlungen mit dem zuständigen Amt für Vermögen und Bau sei ein Vertrag dann doch nicht zustande gekommen. „Wir bedauern das“, sagte Beck.

Artikel vom 28.06.2017, Ingeborg Wagner
Quelle: www.schwaebische.de


Preisgünstiger Wohnraum bleibt Problem
Jahresabschluss der Wohnbau vorgestellt – 60 Wohneinheiten in Bodenseestraße geplant
Den Blick zurück auf das vergangene Jahr hat Wohnbau-Geschäftsführer Horst Riess am Montag im Verwaltungs- und Finanzausschuss des Gemeinderates geworfen. Er präsentierte den Jahresabschluss 2016.

„Wir sind ein gesundes Unternehmen und stolz darauf, in dieser Stadt mitwirken zu können“, sagte Riess mit Blick auf das Union-Areal, wo die Wohnbau den Investorenwettbewerb gewonnen hat. Auch sonst habe die Wohnbau Immobilien im Blick, auf die es gelte, aufzupassen: So gehören das ehemalige Burgtheater und das „Café Ribler“ seit kurzem zum Bestand der Wohnbau. Die Nutzung des Burgtheaters ist noch offen. Mieter im Erdgeschoss ist eine Spielhalle, wie es hier weitergeht ist in der Schwebe (wir berichteten). Riess hofft mittelfristig auf eine „Nutzung, an der alle mehr Freude haben“, wie er sagt. Beim „Café Ribler“ plant die Wohnbau zweigleisig. Abhängig von der Wirtschaftlichkeit geht es um Sanierung oder Abriss. Wie auch immer: Die Wohnbau hätte gerne in jedem Fall im Erdgeschoss ein Café, anknüpfend an die lange Tradition des Hauses.

Mieteinnahmen steigen an

Zur eigentlichen Bilanz: Das Jahresergebnis der Tuttlinger Wohnbau hat sich gegenüber dem Vorjahr um rund 320 000 Euro verringert und „auf ein normales Maß eingependelt“, wie Riess sagte: 1,09 Millionen Euro. Die höheren Erlöse in 2015 hätten sich vor allem durch Verkäufe in den Tuttlinger Höfen ergeben. Im Wirtschaftsplan 2016 wurde ein um 105 000 Euro besseres Ergebnis erzielt.

Die Bilanzsumme betrug 65 Millionen Euro. Das Umlaufvermögen belief sich auf 17,09 Millionen Euro (Vorjahr: 19,6 Millionen Euro). Das Anlagevermögen wurde erhöht: von 41,5 Millionen in 2015 auf 47,9 Millionen Euro 2016. „Das wirkt sich bei den Mieteinnahmen aus“, so Riess.

Die Mieten stiegen von 8,2 auf 8,7 Millionen Euro, inklusive des neuen Hotels „Charly’s House“, das im vergangenen Jahr in Betrieb genommen wurde. „Bescheidene Mieterhöhungen“ seien ebenso ein Grund für den Anstieg gewesen. Riess: „In gewisser Regelmäßigkeit machen wir das.“ Mehr als drei Millionen Euro seien für Sanierung und Instandhaltung der Immobilien investiert worden.

Im Ausschuss war vor allem sozialer Wohnraum Thema. Angesprochen auf die Wohnungsbauprogramme des Bundes winkte Riess aber ab: „Die Förderprogramme orientieren sich an den 35 größten Städten der Republik.“ Dort sei die Situation mit sozialen Brennpunkten eine andere als im ländlichen Raum. „Da bleibt an geeignetem Fördervolumen für uns nicht mehr viel übrig.“

Aus seiner Sicht schränken vor allem Vorschriften und Gutachten die Möglichkeit ein, günstig zu bauen, sagte er am Beispiel Bodenseestraße. Auf der Fläche unterhalb des Honbergrückens, angrenzend an das Grundstück, auf dem die TG ihr Vereinsheim bauen wollte, plant die Wohnbau zwei Häuser mit je mindestens 30 Wohneinheiten. „Mit allen möglichen Gutachten war’s das dann wieder mit kostengünstigem Bauen – das tut mir richtig weh.“ Bei den Baulücken in der Stadt versuche die Wohnbau, zum Zug zu kommen, stehe aber in Konkurrenz mit anderen Bauträgern. Gleiches gelte für die vielen Leerstände bei Wohnungen. Riess: „Das sind Leerstände, die nicht sein müssten.“ Dabei mache die Wohnbau den Besitzern das Angebot, sich um alles zu kümmern: Mieter finden, Verträge machen – „im Zweifel mietet sogar die Stadt oder die Wohnbau die Wohnungen an, um den Vermieter von allem fern zu halten“, erläuterte Riess. Nur wenige würden anbeißen.

Nochmal zur Bilanz: Die Eigenkapitalquote beträgt 54 Prozent. Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten von 29,2 Millionen Euro seien in erster Linie Bankdarlehen (24 Millionen Euro). Der Cashflow betrug Ende 2016 rund 3,1 Millionen Euro, sodass die Zahlungsfähigkeit jederzeit gewährleistet gewesen sei. Einstimmig erfolgte die Feststellung des Jahresabschlusses sowie die Entlastung des Aufsichtsrates durch die Stadträte. Am Montag ist die Bilanz Thema im Gemeinderat.

Die Tuttlinger Wohnbau GmbH ist zu zwei Dritteln in Trägerschaft der Stadt Tuttlingen. Zum Ende des Berichtsjahres 2016 befanden sich 1662 eigene Wohnungen, 26 Gewerbeeinheiten und 606 Garagen im Bestand der Tuttlinger Wohnbau. Das Bauträgergeschäft war 2016 geprägt durch den Verkauf der restlichen Einheiten in den Tuttlinger Höfen und durch den Neubau von 16 Wohnungen In Göhren 47/49. Diese wurden 2017 bezugsfertig – mehr als 80 Prozent der Einheiten seien bereits verkauft. Stichwort Personal: Da die Wohnbau vom Aufgabenvolumen her wachse, sei es nicht zu erwarten, dass die Personalkosten sinken, so Riess: „Es wird eher Steigerungen geben.“ 2016 betrugen die Ausgaben für Löhne und Gehälter 1,44 Millionen Euro (Vorjahr: 1,425 Millionen).

Artikel von Ingeborg Wagner
Quelle: www.schwaebische.de
Regio-TV | BAUEN & WOHNEN
Wohnung kaufen - gute Bauträger erkennen


Schauen Sie sich das aufschlussreiche Interview mit Geschäftsführer Horst Riess an.
Er erklärt Ihnen, worauf Sie bei Bauplänen achten sollten und woran Sie einen guten Bauträger erkennen können.

Youtube Regio-TV-Kanal | BAUEN & WOHNEN

Ausgestrahlt wird BAUEN & WOHNEN Regio TV Bodensee zu nachfolgenden Zeiten:

Montag 20.30 Uhr
Freitag 22.30 Uhr
synchron auf Kabel und Satellit


Union-Areal dient als Zwischenlager für IFC-Baustelle
Haben die Arbeiten am Union-Areal etwa schon begonnen? Mitnichten, wie Wohnbau-Chef Horst Riess klar stellt. Die Wohnbau hat den Investorenwettbewerb gewonnen und will das Gelände bebauen. Dort lagern aber zurzeit Baucontainer, Fahrzeuge und Materialien der Baustelle auf der anderen Seite der Katharinenstraße – dem Innovations- und Forschungscentrum (IFC) der Hochschule Furtwangen, Außenstelle Tuttlingen. „So lange am Union-Areal noch nichts passiert, kann das als Zwischenlager genutzt werden“, sagt Riess. Noch seien die Verträge zwischen Stadt und Wohnbau nicht unterschrieben, „aber wir sind in intensiven Verhandlungen“, so Riess. Er geht davon aus, dass bis Ende des Jahres das Baurecht vorliegt. Ein Bebauungsplan muss aufgestellt werden, im Zuge dessen werden die Verträge unterzeichnet. Riess: „Da sind wir noch eine Weile dran, das Ganze muss schließlich Hand und Fuß haben.“

Artikel von Ingeborg Wagner v. 04.04.2017
Quelle: www.schwaebische.de


Wünsche der Nachbarn sollen berücksichtigt werden
Spatenstich Neubau Stuttgarter Straße 27/29: Tuwass-Parkplätze abriegeln und Tempolimit installieren


Mit Bagger und Spaten ist der Neubau der Tuttlinger Wohnbau in der Stuttgarter Straße 27/29 am Montag in Tuttlingen angegangen worden. Wie berichtet, gab und gibt es Vorbehalte der Nachbarn gegen den Bau der insgesamt 40 Wohneinheiten. Oberbürgermeister Michael Beck sagte zu, dass die Interessen der Anlieger in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen behandelt werden.

Das Gespräch hat die Verwaltung bereits gesucht. Dabei kam heraus, dass sich die Anlieger eine Temporeduzierung auf der mit 15000 Fahrzeugen täglich befahrenen Stuttgarter Straße wünschen. Zudem wird die Zufahrt zum Neubau ein Thema sein: Die soll ebenso wie die Stellplätze vom Tuwass angeriegelt werden, um geordnetes Parken zu ermöglichen. Gleiches gelte für die Mühlau-Sporthalle, so Beck. Eine Be- und Entladezone an der Stuttgarter Straße sei ebenso Wunsch der Anlieger.

"Lange Geschichte"

„Das war eine lange Geschichte“, sagte Wohnbau-Chef Horst Riess beim Spatenstich. Die Bauvoranfrage sei bereits im Juli 2014 eingereicht worden. „Nun wollen wir so schnell wie möglich fertig werden.“ Angedacht sei, die Appartements auch langjährigen Wohnbau-Mietern anzubieten.

Das ursprünglich formulierte Ziel, in den Ein- bis Drei-Zimmerwohnungen preiswerten Mietraum für 6,50 Euro pro Quadratmeter zu schaffen, sei nicht zu halten, sagte der Oberbürgermeister, der zudem Aufsichtsratsvorsitzender der Wohnbau ist: „Nun wollen wir unter 8 Euro bleiben.“ Allein die Lärmschutzfassade, die am zweiteiligen Neubau hin zur Stuttgarter Straße geplant ist, verschlinge Kosten von rund 600000 Euro. „In der Stadt wird es immer schwieriger, zu bauen“, sagte der OB zu den Protesten der Nachbarn. Doch Baulücken seien da, um sie zu schließen und die Nachfrage nach Wohnraum zu bedienen.

Artikel vom 20.03.2017, Ingeborg Wagner
Foto: Ingeborg Wagner
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Ziel: Ein Mietpreis um sieben Euro
Spatenstich des Neubaus Stuttgarter Straße – Wohnbau geht etliche weitere Projekte an


Stuttgarter Straße, das Torhaus in Thiergarten, die Ortsmitte in Nendingen: Das sind nur drei der Projekte, die die Tuttlinger Wohnbau in diesem Jahr angehen will. Der Druck auf den Wohnungsmarkt wächst, hat Wohnbau-Geschäftsführer Horst Riess festgestellt. „Besorgniserregend ist die Nachfrage nicht. Bis es ein Problem wird, dauert es noch“, sagt er. Dennoch investiert das Unternehmen in den Bau von Wohnungen, auch im preisgünstigen Segment.

Nein. Es seien nicht nur Flüchtlinge, die den Druck im Kessel erhöhen würden. Der Trend geht zu Single-Haushalten, es gebe mehr und mehr Alleinerziehende mit Kindern. Die Scheidungsrate sei anhaltend hoch. Alle diese Menschen suchen Wohnraum. Wartelisten mit bis zu 2500 Namen drauf, wie es sie Anfang der 1990er-Jahre gegeben hat, führt das Wohnungsbau-Unternehmen heute aber nicht mehr. „Von dieser Dramatik sind wir weit entfernt“, stellt Riess klar. Dennoch kann er längst nicht alle Anfragen bedienen, vor allem im Niedrigpreissegment klafft eine große Lücke. Darauf weisen auch die Wohlfahrtsverbände im Kreis Tuttlingen verstärkt hin (wir berichteten).

Mietpreise mit der Sieben vor dem Komma – das plant die Wohnbau im Neubau in der Stuttgarter Straße 27/29. Damit seien auch Anforderungen des sozialen Wohnungsbaus erfüllt, sagt Stadtsprecher Arno Specht, „indem der Mietpreis mindestens zehn Prozent unter der ortsüblichen Miete liegt.“ Voraussichtlich im Mai informiert die Verwaltung in einer Gemeinderatssitzung allgemein über die Pläne von sozialem Wohnungsbau in der Stadt. Sowohl CDU- wie auch LBU-Fraktion hatten in einem Antrag darum gebeten.

Kleine Wohneinheiten

Zurück zur Stuttgarter Straße: 40 Wohneinheiten in zwei Baukörpern, verteilt auf vier Vollgeschosse und ein Tiefparterre entstehen auf dem Hanggrundstück. Die Gewerke sind ausgeschrieben, der Spatenstich steht unmittelbar bevor – trotz des Rechtsverfahrens, das Anwohner auf den Weg gebracht hatten, wie Riess sagt. Dem sieht er gelassen entgegen. Ein- bis Drei-Zimmerwohnungen sind hier geplant. „Das ist momentan erkennbar dem Bedarf geschuldet“, sagt der Geschäftsführer.

Zur viel befahrenen Stuttgarter Straße hin muss eine schallschluckende Fassade gebaut werden. „Das macht es erheblich teurer.“ Gesetzlich geregelt sind auch Vorschriften für überdachte Fahrradstellplätze, 80 in diesem Fall, und die Dachbegrünung. „Wenn wir die Stuttgarter Straße nicht subventionieren würden, dann müssten wir zehn Euro pro Quadratmeter nehmen“, betont Riess. Also werde das Grundstück nicht zum Veräußerungswert, sondern zu einem geringeren Preis eingerechnet und das Vorhaben über andere Projekte quer finanziert. Im Raum stehe auch eine politische Unterstützung, falls die Vorgaben für preiswertes Wohnen anders nicht erreicht würden.

Baugleiche Pläne im Schafrain

Gleiches gilt für die Grundstücke Auf dem Schafrain 17, 19 und 21: Hier will die Wohnbau einen Baukörper mit 20 Wohneinheiten errichten, der eins zu eins dem in der Stuttgarter Straße entspricht. Der Aufstellungsbeschluss ist gefasst, laut Riess wird es zu einem Bebauungsplan kommen. „Hier sind wir baurechtlich auf der sicheren Seite.“

Andere Projekte im Wirtschaftsplan 2017 der Wohnbau:

Bodenseestraße: Auf der Fläche unterhalb des Honbergrückens, angrenzend an das Grundstück, auf dem die TG ihr Vereinsheim bauen wollte, plant die Wohnbau zwei Häuser mit je 30 Wohneinheiten.

In Göhren: Hier entstehen 16 Wohneinheiten, die Fertigstellung erfolgt voraussichtlich im Mai.

Ecke Goethe/Lessingstraße: Die ehemalige Werkstatt der Wohnbau soll einem Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohneinheiten weichen.

Ortsmitte Nendingen: Rund 20 Wohneinheiten sind im Bereich des Hannele-Hauses geplant.

Möhringen: Geplant war, hinter dem Kronen-Areal drei Reihen mit jeweils vier Reihenhäusern zu bauen. „Das werden wir so nicht realisieren“, so Riess. Er kann sich Geschosswohnungsbau vorstellen oder „ganz etwas anderes“. Grundsätzlich spüre die Wohnbau in Möhringen keine große Nachfrage.

Café Ribler: Die Wohnbau hat das Café Ribler in der Stadtkirchstraße gekauft, das im Herbst vergangenen Jahres geschlossen hat. Der Blumenladen soll erhalten bleiben, „wir haben auch sonst nicht vor, hier massiv einzugreifen“. Studentenwohnungen seien denkbar.

Birk-Villa: Der Charakter des Hauses neben den Tuttlinger Höfen soll unverändert bleiben. „Den Rest möbeln wir jetzt auf“, als Zimmer für Studenten, Azubis oder Praktikanten. (iw)

Während der Bauarbeiten kann der Parkplatz zwischen Stuttgarter Straße und Mühlauhalle nicht genutzt werden – er wird für Baustellenfahrzeuge und Material benötigt. Wenn das Gebäude 2019 fertig gestellt ist, kann er zu großen Teilen wieder benutzt werden – rund 50 öffentliche Parkplätze wird es auch künftig dort geben, so die Stadtverwaltung.

Artikel vom 15.03.2017, Ingeborg Wagner
Quelle: www.schwaebische.de


48 Wohneinheiten sind vorgesehen Details zu Plänen für Union-Areal: Sonderwohnformen für Senioren oder Studenten denkbar


Foto: Horst Riess, Michael Beck und Architekt Andreas Theilig mit dem Modell.

Details zur Bebauung des Union-Areals sind am Dienstag bei einem Pressegespräch erläutert worden. 48 Wohneinheiten sind vorgesehen, von der familientauglichen 4-Zimmer-Wohnung bis zum Einzelappartement, das sowohl als Studentenzimmer wie auch für Betreutes Wohnen für Senioren denkbar wäre. In der zweigeschossigen Tiefgarage sollen rund 130 Stellplätze entstehen.

Wie berichtet, hat der Tuttlinger Gemeinderat am Montag beschlossen, die Bebauung des Union-Areals mit der Tuttlinger Wohnbau zu realisieren. Die Kaufgespräche mit der Wohnbau, die zu zwei Dritteln in städtischer Hand ist, werden aufgenommen. Das Unternehmen setzte sich in einem Auswahlverfahren nach einstimmigem Juryentscheid gegen zuletzt vier Wettbewerber durch.

„Das, was hier passiert, ist stadtbildprägend“, sagte der Jury-Vorsitzende, Architekt Gerd Gassmann. Zufällig sei es die Tuttlinger Wohnbau gewesen, die den besten Entwurf vorgelegt habe. „Dank der Klugheit des Bauherren, gute Architekten zu wählen. Und die hatten einen guten Tag“, so Gassmann. Vor allem die Wertigkeit in der Ausführung habe für den Vorschlag des Ostfilderner Architekturbüros Kauffmann, Theilig und Partner gesprochen. „Ob da ein „dm“-Markt reinkommt oder nicht, die Grundzüge in der Materialität werden beibehalten.“ Andere Beiträge seien beliebig gewesen, manche sehr modern. Da bestehe die Gefahr , dass man sie schon nach ein paar Jahren nicht mehr sehen könne.

„Stattlicher, zwei-stelliger Millionenbetrag“
Der finanzielle Rahmen des Gesamtprojektes sei derzeit noch nicht einmal ansatzweise errechenbar, führte Wohnbau-Geschäftsführer Horst Riess aus: „Gehen Sie von einem stattlichen, zweistelligen Millionenbetrag aus.“ Ein Mix aus Eigentums- und Mietwohnungen soll hier entstehen, orientiert an der Bedarfslage. Teilweise werden die Wohnungen im Bestand der Wohnbau bleiben, gleiches gelte für Gewerbeflächen, vor allem für den Gastronomiebereich. Riess: „So haben wir den Blick darauf, was hier reinkommt.“

Der Innenhof der drei Baukörper, die zum Teil verbunden sind, soll als private Erschließung der Wohneinheiten dienen. Die Öffnung zeigt Richtung Marktplatz. Überlegt wird, den Zugang zum Hof über Nacht für die Öffentlichkeit zu schließen. Die Erreichbarkeit der Laden- und Dienstleistungsflächen, die sich weitgehend in dem Gebäude hin zur Innenstadt befinden, sind von außen, also von der Katharinenstraße, der Oberen Hauptstraße und dem hier geplanten Boulevard zugänglich.

Mit sechseinhalb Geschossen ist das Gebäude im Kreuzungsbereich der Katharinenstraße am höchsten. Es dient zugleich als Lärmschutz für die dahinter liegenden Wohnungen. Im Nordwesten wird dreigeschossig mit Staffelgeschoss gebaut. Das lässt den Blick auf den Honberg frei. Der dritte Baukörper ist mit fünf Geschossen geplant.

Der Zeitplan: Mit einem Baustart rechnet OB Michael Beck Anfang kommenden Jahres. Zuvor muss der Vertrag mit der Wohnbau abgeschlossen werden, parallel dazu wird die LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH (KE) die Pläne für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan auf den Weg bringen. Das soll Ende 2017 erledigt sein. „Dann können wir bauen“, erläutert der OB, vorausgesetzt, der Gemeinderat stimmt zu. Mit einer Fertigstellung rechnet Architekt Andreas Theilig bis Herbst 2019. Durch den Bebauungsplan sieht der OB die Handhabe, das Enslin-Haus wegzubekommen, wie er sagte. Möglich sei, das Kellergeschoss des Hauses, das schützenswert sei, zu erhalten und sichtbar in die Tiefgarage zu integrieren, so der OB.

Quelle: www.schwaebische.de
Artikel v. 07.03.2017
Ingeborg Wagner
Foto: Ingeborg Wagner

Union-Areal: Tuttlinger Wohnbau setzt sich durch
Bei Investorenauswahl auf Rang 1 – Gemeinderat beauftragt die Verwaltung, in Verhandlungen einzusteigen


Die Tuttlinger Wohnbau GmbH, die zu zwei Dritteln in städtischem Besitz ist, hat sich beim Investoren- und Architektenauswahlverfahren zur Gestaltung des Union-Areals knapp gegen eine andere Arbeitsgemeinschaft durchgesetzt. Am Montag beschloss der Tuttlinger Gemeinderat einstimmig, dass die Verwaltung mit der Wohnbau in Kaufvertragsverhandlungen einsteigen und weitere Bedingungen und Kriterien festlegen soll.

Wie viel die Wohnbau für das rund 3230 Quadratmeter große Areal zwischen Katharinen- und Schützenstraße geboten hat, bleibt ein Geheimnis: Das wurde nichtöffentlich besprochen. Für den Entwurf der Wohnbau, die für das Union-Areal das Architekturbüro Kauffmann, Theilig und Partner aus Ostfildern mit ins Boot geholt hat, habe die hochwertige Gestaltung gesprochen, sagte Markus Lämmle von der Kommunalentwicklung (KE), die die Stadt bei diesem Verfahren begleitet. Angefangen von den robusten Klinkerfassade mit Vollmauerwerk über die weitere Gestaltung der insgesamt drei Baukörper – „Das war die absolut beste Möglichkeit“, so Lämmle.

Wie berichtet, soll hier ein Mix aus Wohnungen, auch für Familien, Gewerbe, Büro und Gastronomie entstehen. Wohnbau-Geschäftsführer Horst Riess sprach auf Nachfrage der Schwäbischen Zeitung von einer Aufteilung von 50 Prozent Wohn- und 50 Prozent Dienstleistungsfläche.

Bei den weiteren Verhandlungen zwischen Wohnbau und Stadt geht es unter anderem um die Ladengeschäfte. So soll eine zusammenhängende Fläche von mindestens 400 bis 800 Quadratmetern im Erdgeschoss entstehen. Denkbar ist dabei eine Verbindung der Ladenzonen der beiden südlichen Baukörper. Langfristig soll eine öffentliche Ost-Westwegverbindung durch das Union-Areal vorbereitet werden, auch das wird Gegenstand der Gespräche sein. Eine öffentliche Nutzung des Innenhofs ist laut Oberbürgermeister Michael Beck aber nicht vorgesehen. „Die Kosten dafür werden wir nicht übernehmen“, sagte er.

Verkehr separat behandeln
Ein großes Thema ist die Verkehrsführung rund um das Areal. „Uns brennt das Thema unter den Nägeln, wir müssen da etwas tun“, sagte Stadtrat Wolfgang Wuchner (CDU). Das betrifft zum einen die Obere Hauptstraße und Obere Vorstadt. Die doppelte Straßenführung soll aufgegeben werden, so der Vorschlag des Preisgerichts des Investorenverfahrens. Entlang der Oberen Hauptstraße könnte ein Boulevard entstehen, die Straße Obere Vorstadt soll als Platz gestaltet werden und einen attraktiven Zugang zum Areal bilden. Petra Schmidt-Böhme (LBU) formulierte zudem den Wunsch einer Verkehrsberuhigung hin zur Fußgängerzone, „um die Brücke von Wohnen zur Innenstadt zu schlagen“.

Der Oberbürgermeister gab die Anregung, Verkehrsplaner zu beauftragen, die zusammen mit Vertretern von Verwaltung und Gemeinderat Vorschläge erarbeiten. „Jetzt, wo wir die Chance haben, sollten wir Hirn und Zeit nutzen.“ Er wiederholte seinen Wunsch, einen Kreisverkehr im Bereich Katharinenstraße einzurichten, auch mit Blick auf das Innovations- und Forschungs-Centrum, das dort entsteht. „Bisher haben Bedenken überwogen, aber wir sollten einen Blick darauf werfen“, so Beck. Hans-Peter Bensch (FDP) gab zu bedenken, dass ein Kreisel für Radfahrer und Fußgänger die schlechtere Lösung wäre.

Erhalt Haus Enslin ist fraglich
Und wie sieht es mit dem Enslin-Haus aus? Das denkmalgeschützte Gebäude steht noch als einziges auf dem Areal. Ein Erhalt sei aus städtebaulichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht sinnvoll, heißt es in der Beschlussvorlage der Verwaltung. Das sieht auch Horst Riess so. „Aber unsere Wettbewerbsarbeit lässt beide Varianten zu: mit und ohne Enslin-Haus.“ Das letzte Wort liegt bei der Fachbehörde für Denkmalschutz.

Die Entwürfe der insgesamt fünf Arbeitsgemeinschaften sind noch bis 18. März im Tuttlinger Rathausfoyer ausgestellt. Oberbürgermeister Michael Beck wird bei einem Pressegespräch am heutigen Dienstag zusammen mit Horst Riess von der Wohnbau GmbH die weitere Entwicklung erläutern. Professor Gerd Gassmann als Vorsitzender der Jury erklärt dabei, was den Ausschlag für den Siegerentwurf gab. Falls die Verhandlungen zwischen Stadt und Wohnbau scheitern sollten, wird mit Merz Wohnbau und Schaudt Architekten verhandelt. Deren Arbeit setzte das Preisgericht mit zwei Gegenstimmen auf Rang 2.

Quelle: www.schwaebische.de
Artikel von Ingeborg Wagner v. 06.03.2017